35,8 Millionen Ladevorgänge in sechs Monaten: elvah Lademarkt-Report II. 2025 zeigt neue Marktreife im Lademarkt
- Neue Höchstwerte: 24 Prozent mehr Ladevorgänge – 909 GWh geladene Energie (+32 Prozent) und bis zu 1,67 Millionen Sessions pro Woche (+70 Prozent) im Jahresverlauf
- HPC als Wachstumstreiber: 48 Prozent aller Ladevorgänge, stärkstes Wachstum bei Ladepunkten (+18,8 Prozent). Gleichzeitig steigt die Auslastung der wachsenden Infrastruktur.
- Markt in Bewegung: EnBW dominiert das HPC-Segment, Ionity bleibt Effizienzspitze, doch Wettbewerb und Wirtschaftlichkeit rücken in den Fokus.
Essen, 24.02.2026 – Der heute veröffentlichte Lademarkt-Report II.2025 von elvah zeigt, dass Deutschlands öffentlicher Lademarkt in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 eine neue Phase der Marktreife erreicht hat. elvah, der Datenanbieter für den Elektromobilitätsmarkt, hat analysiert: Rund 35,8 Millionen Ladevorgänge und hochgerechnet 909 Gigawattstunden geladene Energie markieren ein deutliches Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr. Die Ladevorgänge haben um rund 24 Prozent zugelegt, die geladene Energie ist um satte 32 Prozent gestiegen.
Die Rekordwerte bei den Ladevorgängen, gestützt durch wieder anziehende Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen, bestätigen eine fest etablierte Nachfrage. Im Jahresverlauf wird diese Dynamik besonders sichtbar: Das Ladevolumen steigt von 983.000 wöchentlichen Ladevorgängen Ende Juni auf bis zu 1,67 Millionen Sessions pro Woche zum Jahresende.
Ausbau nimmt weiter zu – gleichzeitig holt die Auslastung auf
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur setzt sich auch im zweiten Halbjahr 2025 fort. Mit einem Zuwachs von 18,8 Prozent an aktiven Ladepunkten entwickelt sich der HPC-Bestand prozentual am stärksten.
Erstmals geht dieses Wachstum mit einem messbaren Anstieg der Auslastung einher: Insbesondere im Schnellladesegment holen die Nutzungszahlen gegenüber dem Infrastrukturausbau auf; die durchschnittliche HPC-Auslastung steigt im Jahresverlauf von 7,1 auf 9,5 Prozent.
Im internationalen Vergleich bleibt die Gesamtauslastung jedoch moderat und liegt weiterhin hinter Märkten wie Belgien oder den Niederlanden. Standortqualität und wirtschaftliche Steuerung gewinnen zunehmend an strategischer Bedeutung. Die Nutzung der Ladeinfrastruktur konzentriert sich dabei weiterhin auf HPC und AC, die zusammen über 92 Prozent aller Ladevorgänge ausmachen. 48 Prozent entfallen auf HPC, 44 Prozent auf AC, während DC mit 8 Prozent eine nachgelagerte Rolle spielt.
Regionale Entwicklung in den Bundesländern
Die höchsten absoluten Ladevolumina verzeichnen weiterhin Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, ebenso wie die größten Zuwächse beim Ausbau. Bei den Ladevorgängen pro Einwohner liegt Hamburg mit 0,67 klar über dem Bundesschnitt von 0,39.
Viele kleinere Bundesländer können beim Ausbau jedoch stark aufholen: Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet mit plus 27,4 Prozent den stärksten relativen Anstieg im AC-Bestand, im Saarland wächst der HPC-Bestand um 28,2 Prozent. Trotz bundesweit wachsendem Ausbau aller Ladearten bleiben die Ladevorgänge pro Kopf in vielen ostdeutschen Bundesländern im Durchschnitt noch immer hinter denen im Westen zurück.
Härtere Konkurrenz an der Ladesäule
Im Wettbewerb der Ladesäulenbetreiber (CPOs) bleibt EnBW im Schnelllade-Segment über 130 kW auch im zweiten Halbjahr 2025 in 14 von 16 Bundesländern Marktführer. Aral Pulse und Ionity halten ihre Positionen in der HPC-Spitzengruppe stabil, ebenso EWE Go auf Rang vier. Zugewinne verzeichnen Shell Recharge und die Pfalzwerke, während ALDI Süd, Fastned und E.ON Drive Infrastructure Marktanteile verlieren.
Der AC-Markt bleibt fragmentiert und regional geprägt. Neben dem Aggregator vaylens zählen weiterhin lokale Versorger wie die Berliner Stadtwerke oder die Stadtwerke Düsseldorf, zu den prägenden Akteuren. Im Vergleich zum ersten Halbjahr verändert sich die Zusammensetzung der Top-10-Betreiber: Stadtwerke München und LichtBlick sind zum Jahresende nicht mehr vertreten, während ChargePoint Germany und eze.network in die Top 10 aufsteigen.
Effizienz und Optimierung als Hebel: Ionity bleibt Effizienzspitze im HPC
Mit zunehmender Marktreife rückt die Effizienz der Netzwerke stärker in den Fokus, also der Blick darauf, wer mit guter Auslastung überzeugt und die eigene Infrastruktur am besten ausnutzt. Ionity führt weiterhin das HPC-Effizienzranking an. Im AC-Segment erzielen insbesondere kommunale Versorger hohe Effizienzwerte.
Auch dieser elvah Lademarktreport wird wieder durch Einordnungen externer Expert:innen ergänzt – diesmal zum Beispiel von Jennifer Carrasco, Director Power & Utilities bei Boston Consulting Group. Sie rechnet damit, dass sich zwar in den kommenden Jahren weiteres Wachstum in der Branche zeigen wird, sich die Ausbaugeschwindigkeit allerdings verlangsamen wird. Viele CPOs werden ihre Strategien neu justieren und den Fokus von einem aggressiven Flächenausbau hin zu stärkerer Auslastung, Kostendisziplin und nachhaltiger Profitabilität verlagern, so Carrasco.
Ceren Ahiska, Chief Product Officer bei elvah, ergänzt: „Damit gilt: Ausbau allein reicht nicht mehr. Entscheidend werden Auslastung, Standortqualität und Betreiber-Effizienz. Wir sehen immer mehr Preisaktionen und Promotions in der Branche. In einem reifer werdenden Markt wird gerade Preisgestaltung zum Effizienzhebel: Wer Auslastung und Wirtschaftlichkeit steigern will, muss Preise und Kampagnen gezielt entlang regionaler Nachfrage steuern. In der nächsten Marktphase gewinnt, wer Infrastruktur nicht nur baut, sondern datenbasiert versteht, steuert und aktiviert.“
Der vollständige Lademarkt-Report II.2025 von elvah steht ab sofort unter diesem Link zum Download bereit.
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